Kunst

Galerie für zeitgenössische Kunst in Freiburg i. Br.

In aktueller Sache veröffentlichen wir einen offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz 
zum Schutzstatus aus der Ukraine geflüchteter Männer in Deutschland: Jetzt lesen

Wolfram P. Kastner _ teilen statt kriegen

Wolfram P. Kastner _ teilen statt kriegen
19. April – 14. Juni 2026

Wie könnte eine Welt aussehen, in der eine Kunst, wie sie Wolfram P. Kastner hervorbringt, nicht mehr notwendig wäre? Und was müssten wir tun, um eine solche Welt zu erreichen?

Die Ausstellung „teilen statt kriegen“ stellt diese Fragen ins Zentrum und formuliert zugleich eine eindringliche künstlerische Antwort auf eines der drängendsten Probleme unserer Zeit: Gewalt, Krieg und die gesellschaftlichen Bedingungen, die sie hervorbringen...

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Heinzl Spagl liest aus »Die Stalinorgel«

am Donnerstag, 28. Mai 2026 um 20 Uhr

»Die Stalinorgel« von Gert Ledig gilt als einer der eindringlichsten Antikriegsromane der deutschen Nachkriegsliteratur. Der 1955 erschienene Roman schildert die Kämpfe an der Ostfront nahe Leningrad aus deutscher und russischer Perspektive – jedoch ohne Heldentum, Pathos oder militärische Verklärung.

Während viele Kriegsromane der Nachkriegszeit den „tapferen Soldaten“ in den Mittelpunkt stellten und Fragen nach Schuld oder Verantwortung ausblendeten, zeigt Ledig den Krieg als entmenschlichte Katastrophe. In kurzen, schlaglichtartigen Szenen beschreibt er Angst, Gewalt, Chaos und das Leiden der Soldaten. Der Roman verzichtet bewusst auf eine chronologische Darstellung des Frontgeschehens und konzentriert sich stattdessen auf die unmittelbare Erfahrung des Krieges.

Künstlergespräch mit Wolfram P. Kastner

am Mittwoch, 10. Juni 2026 um 19 Uhr
mit Bildvortrag und Kurzfilm.

Anhand ausgewählter Projekte spricht Wolfram P. Kastner über Kunst im öffentlichen Raum, über Formen künstlerischer Intervention und über die Frage, wie Kunst gesellschaftliche Debatten auslösen kann. Im Zentrum stehen Aktionen, die Aufmerksamkeit erregten und teils heftige Kontroversen sowie juristische Auseinandersetzungen nach sich zogen. Der Abend bietet Einblicke in Arbeitsweise, Hintergründe und Erfahrungen eines Künstlers, der seit Jahrzehnten konsequent die Verbindung von Kunst und gesellschaftlichem Handeln sucht.

Vortrag und Diskussion mit Jörg Kronauer: Auf dem Weg in die Militärrepublik

am Mittwoch, 1. Juli 2026 um 19 Uhr

In Deutschland und Europa hat eine Welle einer beispiellosen Aufrüstung begonnen. Die Bundesrepublik steigert ihre Ausgaben für das Militär jährlich um zweistellige Raten; selbst der offizielle Bundeswehrhaushalt ohne „Sondervermögen“ ist inzwischen vier Mal so hoch wie das Gesundheitsbudget. In ihren Manövern übt die Bundeswehr immer häufiger nicht nur die Kriegführung an einer künftigen neuen Ostfront, sondern auch die Heranziehung von Zivilisten für die Kriegslogistik in Deutschland selbst. Die Militarisierung bisher ziviler Gesellschaftsbereiche beschleunigt sich auch, weil unter dem Druck der Wirtschaftskrise immer mehr Unternehmen Zuflucht in der Rüstungsproduktion suchen. Die Bundesregierung will dabei ausdrücklich die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Streitmacht Europas hochrüsten und auch militärisch zur Nummer eins auf dem Kontinent werden, was in den Nachbarstaaten die alte Furcht vor totaler deutscher Dominanz neu weckt. Mittlerweile beginnt sich allerdings Widerstand zu regen – mit den Protesten gegen die Wehrpflicht in Deutschland selbst, mit Anti-Kriegs-Demonstrationen im europäischen Ausland.


Weitere Ausstellungen und Beteiligungen

Christian Manss zeigt AURUM VANITAS in der Städtischen Galerie Dresden // 23. Januar – 10. Mai 2026

Piotr Iwicki »so close, yet so far« Werke aus der Paul Ege Art Collection im PEAC Museum // 26. April – 23. August 2026

Irene von Neuendorff mit Peter Dreher »Möchtest du ich sein?« im Depot.K Freiburg // 11. April –17. Mai 2026


Öffnungszeiten: Di – Do 14 – 17 und nach Vereinbarung // +49 (0)761 766 75 76 // buero@nstttzrwhrkrftzrstzng.de // Basler Straße 13, Freiburg